• 14.02.2018
  • 15:14 Uhr

#Free Deniz: Neue Hoffnung für Deniz Yücel?

Seit heute sitzt der deutsche Journalist ein Jahr in Haft.

Kein anderer Journalist spielte in der deutsch-türkischen Beziehung eine so erhebliche wie Rolle wie der „Welt“-Korrespondent Deniz Yücel. Vor einem Jahr nahm die türkische Polizei den 44-Jährigen fest und seitdem sitzt er ohne Anklageschrift in einem Gefängnis in Istanbul. Außenminister Sigmar Gabriel kündigte jetzt eine baldige Gerichtsentscheidung an. Er hoffe, dass das Urteil positiv ausfalle: „Wir haben alles dafür getan in den letzten Tagen und Wochen durch persönliche Gespräche, das Verfahren zu beschleunigen“.

Auch der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hofft eine baldige Entlassung von Yücel. Yildirim wies jedoch daraufhin, dass nicht die türkische Regierung sondern die Justiz über das Schicksal des Journalisten entscheiden würden.

  • 18.12.2017
  • 15:34 Uhr

Istanbul: Mesale Tolu ist frei

Die deutsche Journalistin darf die Türkei allerdings nicht verlassen.

Frauen demonstrierten im September in Berlin für die Freilassung inhaftierter Journalisten in der Türkei.

Mesale Tolu und fünf weitere Inhaftierte werden aus der Untersuchungshaft in der Türkei entlassen. Das Gericht in Istanbul verhängte jedoch gegen alle sechs Angeklagten eine Ausreisesperre. Am Montagabend konnte Tolu in Begleitung ihrer Familie eine Polizeistation im Istanbuler Stadtteil Fatih verlassen. Dort war sie nach dem Verlassen des Gefängnisses hingebracht und festgehalten worden.

Tolu sagte nach Angaben von Prozessbeobachtern  bei ihrer Verteidigung vor Gericht: „Ich wurde verhaftet, weil ich Journalistin bin und beabsichtigt wurde, Druck auf die Medien auszuüben. Der Druck auf die Medien wurde fortgesetzt, aber ich denke, dass die Justiz gerecht entscheiden wird.“

Die Bundesregierung nahm die Gerichtsentscheidung positiv auf. „Sie ist aus der Untersuchungshaft. Sie ist draußen, und das ist eine tolle Sache“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Die Freude der Bundesregierung sei allerdings getrübt, weil Tolu offenbar die Türkei nicht verlassen dürfe.

 

 

Viele türkische und deutsche Reporter waren beim zweiten Verhandlungstag in dem Verfahren zunächst ausgeschlossen worden. Als Grund gaben die Sicherheitskräfte im zentralen Gerichtsgebäude an, der Saal sei voll. Größere Säle seien belegt. Als Beobachter im Verhandlungssaal nahmen die Linke-Abgeordnete Heike Hänsel, der deutsche Botschafter Martin Erdmann und der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff teil.

Tolu und 17 türkischen Angeklagten wird Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vorgeworfen. Dabei soll es sich um die linksextreme MLKP handeln. Der aus Ulm stammenden Deutschen drohen bei einer Verurteilung bis zu 20 Jahre Haft.

  • 09.12.2017
  • 22:29 Uhr

Internationaler #FreeDeniz-Aufruf

Künstler und Promis fordern die Freilassung des inhaftierten Journalisten.

"300 Tage sind exakt 300 Tage zu viel."

Der Protest wächst und wird internationaler. Mehr als 200 Künstler und Prominente fordern in einem Appell einen fairen Prozess und die Freilassung des „Welt“-Korrespondenten Deniz Yücel aus der Haft in der Türkei.

Den Aufruf des Freundeskreises #FreeDeniz unterstützen unter anderem die Popstars Bono und Sting sowie die Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk, Elfriede Jelinek, und Herta Müller. In dem Appell, der am Samstag und Sonntag in deutschen und türkischen Zeitungen erscheint, wird darauf verwiesen, dass Yücel sich am 10. Dezember seit 300 Tagen in türkischer Gefangenschaft befindet.

Darin heißt es: „Ohne Anklageschrift ist er in einem Hochsicherheitsgefängnis inhaftiert. Diese 300 Tage sind exakt 300 Tage zuviel.“ Deniz Yücel habe als Journalist „nichts anderes getan, als seinen Beruf auszuüben und seine Meinung frei zu äußern.“

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