• 13.07.2018
  • 08:07 Uhr

Geständnis im Gruppenvergewaltigungs-Prozess

Heute war Prozessauftakt in Essen.

Der erste Prozesstag ist vorbei. Und das ist passiert:

  • Gleich zu Prozessbeginn legte einer der fünf Angeklagten ein Geständnis ab.
  • Über seinen Verteidiger ließ der 20-Jährige Gelsenkirchener erklären: „Ich schäme mich.“
  • Außerdem entschuldigte er sich bei allen betroffenen Schülerinnen und bot ihnen ein „angemessenes“ Schmerzensgeld an.

Alle weiteren Facts zum schrecklichen Fall könnt ihr im Folgenden lesen:

Der Prozess um die Vergewaltigung von Schülerinnen durch eine Gruppe junger Männer im Ruhrgebiet beginnt heute am Essener Landgericht. Die fünf Angeklagten im Alter von 17 bis 24 Jahren sollen in unterschiedlicher Beteiligung insgesamt sieben Schülerinnen sexuell genötigt haben.

Die Tat hatte bei Bekanntwerden im Februar wegen der besonderen Heimtücke und Brutalität für großes Aufsehen gesorgt.

Verabredet zum Missbrauch

Laut Staatsanwaltschaft verabredete sich jeweils ein Mitglied der Gruppe mit einem Mädchen. Dann seien weitere junge Männer scheinbar zufällig dazugekommen. Mit einem Auto sei man durch die Stadt gefahren und habe dem Opfer das Handy abgenommen, bevor es an entlegenen Orten zu Vergewaltigungen gekommen sei.

Die Polizei geht davon aus, dass es noch weitere Übergriffe auf bislang nicht ermittelte Mädchen gegeben hat. Die beschuldigten Deutschen stammen aus Gelsenkirchen, Essen und Wuppertal.

Dunkle Familiengeheimnisse

Zu den Familien der fünf jungen Angeklagten gibt es nun neue Details. Mehrere männliche Mitglieder, womöglich die Väter oder Großväter einiger der Angeklagten, wurden um 1990 vom Essener Landgericht wegen ähnlicher Taten verurteilt. Das berichtet die WAZ.

Demnach hätten auch sie befreundete oder bekannte Mädchen in ihren Autos in den Wald gefahren und vergewaltigt. Ob dieser Vorgang am Landgericht Essen behandelt werden wird, ist noch unklar.

Brisante Briefe

Weitere offene Fragen werden aber sicher im Prozess beantwortet. So haben sich zwei der Angeklagten nach Informationen von Der Westen in U-Haft Briefe in einer Sinti-Geheimsprache geschrieben. Vermutlich wollten sie sich über die Inhalte ihrer Geständnisse absprechen.

Ein JVA-Mitarbeiter fing einen Brief ab. Es soll inhaltlich dabei um ein Teilgeständnis gehen, mit dem die Schuld auf die anderen drei Angeklagten abgewälzt werden soll.

Täter ließen sich nicht verunsichern

Noch ein weiteres Detail irritiert. Nach der Anzeige eines der Opfer am 17. Januar hatte die Polizei einen der Verdächtigen festgenommen. Die anderen waren da noch in Freiheit.

Die Behörden machten den Fall damals noch nicht öffentlich. „Man ist damals davon ausgegangen, dass es nicht zu weiteren Taten kommen würde, weil die Festnahme des ersten Beschuldigten ja nicht unbemerkt geblieben sein konnte“, so die Oberstaatsanwältin Annette Milk.

Doch falsch, es kam anders: Offenbar völlig unbeeindruckt von der Festnahme ihres Komplizen machten die anderen Mitglieder der Bande weiter. Es kam zu mindestens einem weiteren Fall, bei dem ein Mädchen sexuell missbraucht wurde.

  • 15.02.2018
  • 20:09 Uhr

Gruppenvergewaltiger stellt sich bei Polizei

Der 18-Jährige soll sich am Abend im Beisein seines Anwalts bei einer Polizeiwache gemeldet haben.

Seit gestern suchte die Polizei öffentlich nach dem 18-jährigen Dean Martin L. Er soll der Kopf einer Gruppe von jungen Männern sein, die gemeinsam Schülerinnen in einen Wald lockten und dann vergewaltigten. Nun stellte er sich offenbar im Beisein seines Anwalts selbst bei der Polizei. Der 18-Jährige, der angeblich den Sinti angehört, soll keinen festen Wohnsitz haben. Weitere Details zu dem mutmaßlichen Täter, gibt es im Video.

 

  • 14.02.2018
  • 17:17 Uhr

Polizei sucht Gruppenvergewaltiger

Fünf Männer sollen Schülerinnen missbraucht haben.

Über WhatsApp sollen sich fünf junge Männer in Essen und Gelsenkirchen zu Gruppenvergewaltigungen getroffen haben. Die Opfer: mindestens zwei 16-jährige Schülerinnen. Drei der Verdächtigen sitzen bereits in Untersuchungshaft, einer ist wegen seines jugendlichen Alters von 16 Jahren noch frei. Jetzt fahndet die Polizei nach dem fünften mutmaßlichen Täter: dem 18-jährigen Dean Martin L.

Täter lockten Opfer in Auto

Die fünf Männer zwischen 16 und 23 Jahren sollen die Mädchen unter einem Vorwand in ein Auto gelockt haben, anschließend mit ihnen in abgelegene Gebiete im Essener Süden gefahren sein und ihnen anschließend das Handy abgenommen haben. Danach vergingen sie sich an ihren Opfern.

Eine der Taten wurde Ende Dezember angezeigt, eine andere am 17. Januar. Als die Polizei bereits einen Täter festgenommen hatte, zogen die übrigen vier Täter noch am selben Abend los und missbrauchten erneut ein Mädchen.

Die Opfer wurden über soziale Medien zu einem Treffen animiert – anschließend wurde das Vorgehen unter den Tätern in einem Gruppenchat geplant.

Nach den Vergewaltigungen brachten die Täter ihre Opfer nach Hause, gaben ihnen sogar das Handy zurück. In ihren Chats sollen sie später ihre Opfer verhöhnt haben. Laut Polizei sollen sie darüber Witze gemacht haben, dass manche Opfer so sehr geweint haben, dass man die Vergewaltigung unterbrechen musste.

Es soll zu mindestens zwei vollendeten und drei versuchten Vergewaltigungen seit Ende vergangenen Jahres gekommen sein.

Hinweise zum noch flüchtigen Dean Martin L.  nimmt die Polizei unter 0201-8290 entgegen.

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